Mittwoch, 5. Februar 2014

Gokarna

ALARM! ALARM!
Meine Woche hat früh morgens angefangen, ich kam Montag morgens mit zwei anderen um 05:30 Uhr wieder in Mysore an. Das Wochenende haben wir in Gokarna verbracht, von Freitag Nacht bis Montag morgens.
Gokarna ist sozusagen das alte Goa, Goa war früher die Hippie-Metropole, doch seit es von Touristen überlaufen wurde, sind alle Hippies von dort nach Gokarna gezogen. Sagt man. Wir hatten uns dementsprechend auf leere Strände, untouristisch und mit Lagerfeuer und Gitarre am Strand eingestellt! Wir waren Samstag am Om-Beach. Om-Beach, weil der Strand die Form eines Oms aufweist wenn man von oben darauf guckt. Es war schön! Doch die Lagerfeuer haben etwas gefehlt. Und die Hippies. Und es gab viele Yoga-Touristen. Aber es war recht leer!

Sonntag haben wir dann eine einstündige Wanderung zum Paradise-Beach gemacht, und es war das Paradies! Es gab weder Hotels oder Hütten, noch Restaurants und der einzige Weg dorthin zu kommen ist zu Fuß oder mit dem Boot, es führt keine Strasse dorthin. Und somit waren wir in unserem Hippie Paradies angekommen! Der Strand war Super schön, es waren zwar viele Ausländer da, jedoch auch nur wenige. Die Leute die dort waren schlafen nachts in selbst mitgebrachten Hängematten, viele sind anstatt geplanten 2 Tagen mindestens 2 Wochen dort geblieben. Viele waren noch länger dort und hatten sich mit Tüchern ihren Schlafplatz wohnlich eingerichtet. Mittags wurde von Indern als Art "Restaurant" draußen auf Steinen eine Mahlzeit zubereitet, welche man für umgerechnet weniger als 1€ kaufen konnte, ein ganzer Teller voll. Obst, Kekse und Wasser konnte man bei einem einzelnen Verkäufer bekommen. Paradiesisch! Bei circa 40-45 Grad in der Sonne.
Leider mussten wir sonntags schon wieder zurück um montags wieder zu arbeiten.
Auch in Mysore wird es heißer! Der Weg zur Schule morgens wird immer anstrengender, wie soll das nur im April/Mai werden?! Ich reise einen Monat im Mai! Aber naja, wird schon.
Meine Mitbewohnerin Kati ist gestern zurück nach Finnland geflogen, ich bin jetzt alleine im Haus, ich vermisse sie schon ein wenig. 

Montag, 20. Januar 2014

Kundapura

 07:30 Uhr morgens, pünktlich unten sein um zu kochen und zu spülen. Der erste Satz nach dem üblichen 'Good morning' von meiner Amma ist:
'Please cut me 4 or 5 Onions, 6 green Chillies and 3 or 4 pieces of garlic.'
Joa, daraus entsteht dann das Chutney (Sauce/Dip) das Kati und ich jeden morgen für das Dosa oder Chapati vorbereiten, natürlich noch mit ein paar anderen Zutaten. Der Morgen beginnt gut! Und Chai. Dann spülen, dann ist es schon 9 Uhr und wir laufen los zu unserer Schule, 45 Minuten zu Fuß.

Die zweite Arbeitswoche ist angebrochen!
Mittlerweile habe ich mich ein wenig an die Arbeit gewöhnt, auch wenn es nur eine kurze Arbeitszeit ist so ist es doch rechtt anstrengend mit Behinderten zu arbeiten. Ich werde morgen meinen Arbeitsplan besprechen, doch ich denke bzw. hoffe, dass ich Mathe und Englisch unterrichten kann und einen Jungen bei der Sprachtherapie nehmen kann, bei dem ich den Vorgang schon einige Male beobachtet habe, und außerdem in der Physiotherapie. Aber an sich gibt es keinen richtig festen Plan, wo gerade Hilfe gebracht wird, da muss man dann hin.

Am Wochenende bin ich noch spontan mit ein paar anderen Freiwilligen aus Mysore nach Kundapur gefahren an den Strand, sehr schön und nicht touristisch. Freitag Nacht ging es los! Wir waren erst zu fünft, einer musste allerdings Samstag Abend wieder zurück ins Projekt fahren. Wir anderen waren bis Sonntag Abend da und kamen heute morgen um 06:30 Uhr wieder an, pünktlich um ein super Amma-Frühstück zu essen und zur Schule zu gehen. Es war so schön, wir haben den ganzen Tag am Strand gelegen und sind braun geworden, außer mein Rücken, der ist nun rot, aber das wird schon noch braun, ich sehe den Indern immer ähnlicher! Und am Strand gab es nur ein Restaurant, das mit dem besten indischen Essen und den günstigsten Preisen, da saßen wir dann Abends und tranken zu dem Sonnenuntergang Lassi oder Lime Soda. Unvorstellbar, dass die Arbeitswoche jetzt schon wieder angefangen hat, gestern um diese Zeit lagen wir noch am Strand! Aber über Nacht kann man viele Orte am Strand erreichen und das Wochenende bleiben, so perfekt!
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Dienstag, 14. Januar 2014

Mysore!!

Soo, es wird Zeit, dass ich mich mal wieder melde! Ich hatte jetzt lange Zeit kein richtiges Internet aber ich habe jetzt ein Super schönes Café mit WLAN gefunden !

Also, ich fange mal an.
Wir waren vom 25.12.-1.1 in Goa, Palolem. Es war echt schön, es gab sehr viele Cafés direkt am Strand und noch mehr kleine Läden auf dem Weg zum Strand, wo wir natürlich auch ein paar Sachen einkaufen mussten.
Neujahr haben wir auch dort gefeiert, kurz vor zwölf haben wir die letzte Runde Flunkyball gespielt, für das Jahr 2013, und um Mitternacht haben wir Himmelslaternen steigen lassen mit unseren Wünschen für das neue Jahr. Natürlich mit einer Horde Indern, die um uns herum standen und unsere Bilder verschönert haben. Danach gingen wir dann tanzen.
Am 1. Januar mussten wir uns dann von Palolem und den Leuten dort verabschieden, denn Lina, Malte, Carl und ich sind von dort aus nach Hampi gefahren. Hampi, die Tempelstadt. Der Ort ist sehr klein, doch umliegend gibt es mindestens sechs verschiedene Tempel die wir an einem Tag mit Fahrrad und Führer erkundet haben, einige Geschichten waren wirklich interessant.

Danach ging es nach Mysore, erst einmal zum Midyears Camp, wo sich alle Freiwilligen von ICDE wiedergetroffen haben. Es war ein riesiger Campus, meiner Meinung nach viel zu übertrieben, wir durften nicht einmal den Rasen betreten und durchgängig fühlte man sich wegen der vielen Regeln dort überwacht. Dafür war das Essen gut! Vom 4.-8.1 waren wir dort, dann fing meine Zeit in Mysore an!

Meine Gastfamilie, in der ich nun bleibe, besteht aus einem älteren Ehepaar. Ich nenne sie Amma (="Mama") und Appa (="Papa"). Sie ist 70, er 80 Jahre alt. An die Rollenverteilung muss ich mich allerdings noch gewöhnen, Amma arbeitet in einer Bank, putzt und kocht, appa.. Naja, ich weiß nicht ganz was er tut. Beide gucken gerne Fern, besonders abends ein Programm, in der 5 verschiedene Geschichten gezeigt werden mit 5 verschiedenen Familien- oder Beziehungsproblemen. Erinnert einen ein bisschen an 'mitten im Leben', nur in indischer Fassung und auf Kannada, ein wenig kann ich der Story aber schon folgen!
Zur Zeit ist noch eine andere Freiwillige bei mit in der Familie, Kati, aus Finnland. Wir verstehen uns gut! Aber sie bleibt nur noch 3 Wochen. Das Haus ist sehr indisch, überall sind Kakerlaken, Spinnen und Ameisen, das Haus ist sehr klein aber gemütlich, auch wenn überall Mücken herum fliegen. Wir helfen Amma täglich beim Kochen und beim Abwasch, um 20Uhr müssen wir auch immer spätestens zurück sein um das Abendessen mit vorzubereiten und damit wir nicht im Dunkeln zurück kommen. Zudem habe ich eine riesige Dachterasse und ein kleines 1,5x2 Meter Bad mit indischem Klo (Loch im Boden) und einem Duschkopf, der fast direkt über Loch hängt.
Die Schule ist ca 4Km von dem Haus entfernt, man kann mit dem Bus fahren oder laufen, aber ich denke laufen wäre schöner, dann kriegt man den Kopf frei. Arbeiten muss ich nur von 10-15 Uhr und zwischendurch haben wir noch 45 Minuten Essenspause, also viel Freizeit!
Bisher war ich nur einmal dort, Montag, denn gestern und heute sind Feiertage. Ich denke ich werde bei der Sprach- und Physiotherapie helfen und Kunst unterrichten, ich hoffe das wird möglich sein!
In den nächsten Tagen suche ich mir auch mal ein paar Aktivitäten für nachmittags, sonst könnte einem echt langweilig werden! Ich habe schon zwei andere gefunden die mit mir Fussball spielen würden und auch Billard, außerdem erkundige ich mich die Tage wegen einem guten Yoga Zentrum, ansonsten sind wir viel bei Adil, einem Ölverkäufer auf dem Markt, und ich habe noch Viki, einen Rikshah Fahrer, kennen gelernt, der sehr nett ist.

Montag, 23. Dezember 2013

Last Christmas lalalalala..

Frohe Weihanchten alle zusammen!!

Mein Plan für heute ist erst einmal zu Mittag Pizza essen zu gehen mit meinen drei Mitfreiwilligen, heute Abend gibt es dann den üblichen Reis mit Samba und Chapati, allerdings holen wir uns alles auf unser Zimmer, dazu holen wir noch verschiedene Nüsse, ganz viele Orangen und andere Früchte und zum Nachtisch gibt es Tiramisu und Schokolade!
Das wird ein Festessen! Bei Kerzenschein, um die Atmosphäre zu schaffen. Dazu den ganzen Tag Weihnachtsmusik und Jack Johnson, fast perfekt.
Mal sehen was wir noch so finden. Und als hätten sie es extra für Weihnachten gemacht, gab es zum Frühstück Müsli, Eier und Toast mit indischer Marmelade (welche sehr süß und künstlich schmeckt). Weihnachten i(s)st und bleibt das Fest der Liebe und des besonderen Essens!
Ich höre aber besser mal auf so viel von Essen zu reden, ich muss ja übermorgen schon im warmen Goa im Bikini herum laufen!

Morgen früh gehe ich noch mit den Kindern ins Kino (Doom 3), dann verlasse ich Ankur. Ich treffe Mittags dann Malte, Lina und Sophia, wir machen Schrott-wichteln und abends geht es dann im Bus richtung Goa. Ich melde mich dann wieder wenn ich in meiner neuen Gastfamilie bin!
Einmal im Monat komme ich aber meine Kinder hier besuchen, es ist also kein 'Lebewohl' sondern nur ein 'Auf Wiedersehen'.

Ich wünsche euch allen einen schönen, ruhigen, weihnachtlichen Abend und natürlich auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

feliz navidad

Es wird weihnachtlich in Ankur!
Es wurden ein paar Plastik-Weihnachtsbäume aufgestellt und geschmückt und eine Krippe gibt es auch ein große Krippe. Außerdem wird es langsam echt kalt! Nur noch selten erreicht die Temperatur 25 Grad, obwohl die Sonne den ganzen Tag scheint.


Am Montag (16.) sind wir mit einer Gruppe von Kindern abends losgezogen um von Haus zu Haus zu gehen, oder vielmehr fahren, und dort Weihnachtslieder zu singen.
Zunächst kam eine Gesangsgruppe angehender Priester und haben in Ankur für die Kinder gesungen. Während alle Männer gespielt und gesungen haben gab es einen, der sich als Weihnachtsmann verkleidet hatte und in der Mitte getanzt hat. Die Maske, die er trug, erinnerte mich allerdings eher an die Maske in dem Horrorfilm 'Scream' als an Santa Clause.
Wir gingen also mit der Scream-Maske und seinen Kompanen los um in verschiedenenHäusern etwas vorzusingen, wobei wir bei jedem Haus dieselben Lieder gesungen haben (ca. 10 mal alles wiederholt!). Unter anderem waren wir auch in einem Kloster, eine Nonne hat mir angeboten jederzeit vorbei kommen zu können und da zu arbeiten und ein Priester meinte zu mir er kennt mich schon vom sehen, da ich ja jeden Sonntag in der Kirche bin... Okaaay, die Inder sind schon süß! Nebenbei: ich war nicht ein Mal mit in der Kirche, ich kenne diesen Mann nicht!

SCREAM ! 

Gegen 21 Uhr waren wir zurück und haben spät zu Abend gegessen, nebenbei war es Victors letzter Abend, der wird hm in Erinnerung bleiben bei dem schönen Gesang der Kinder im Bus, vor allem mit diesen Engels-Stimmen!
Am nächsten Morgen um 05:30 Uhr haben Ingrid und ich dann Victor verabschiedet, jetzt sitzt er wahrscheinlich gerade in Frankreich und isst Croissants, ganz schön gemein! Aber ich will mich ja nicht beschweren, ist nur ein komischer Gedanke.

Am Freitag gehen meine kleinen Nursery Kinder nach Hause, das heißt morgen sehe ich sie das letzte mal, da ich Freitag zum ICDE-Office muss. Die etwas älteren gehen am Sonntag nach Hause, da Samstag Abend noch Annual Day ist, wo die Kinder in der Schule Lieder singen und Tänze aufführen. Es ist echt komisch, als wir heute draußen waren und mit den Kindern gespielt haben bin ich richtig traurig geworden, Wahnsinn wie schnell man manche Kinder so ins Herz schließen kann, hätte ich nicht gedacht! Aber ich werde sie besuchen kommen, zwischendurch.
Ansonsten sitze ich in genau einer Woche schon im Bus nach Goa, meine letzte Woche hier ist also angebrochen...

Übrigens ist heute eine neue Freiwillige angekommen, aus Dänemark. Sie heißt Mile. Jetzt sind wir also schon wieder zu dritt! Nur dass wir diesmal alle im selben Zimmer wohnen.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Sneha Kiran

Sneha Kiran - der Name des Projekts in das ich wechseln werde.
http://www.mysorespasticsociety.com
Das ist eine Schule für körperlich und geistig Behinderte, wo ich Montag bis Freitag von 09:30-15:30 Uhr arbeiten werde, Samstag und Sonntag habe ich frei. Außerdem wohne ich in einer Gastfamilie, ein altes Ehepaar dessen Kinder schon alle verheiratet und ausgezogen sind, nur 2.5Km vom Projekt entfernt.
In der Gastfamilie ist bereits ein Mädchen das ich auch beim Arrivalcamp ein wenig kennengelernt habe, sie kommt aus Finnland, bleibt bis Februar und arbeitet auch bis dahin in demselben Projekt wie ich, sie kann mir also alles zeigen. Danach bleibe ich alleine in der Familie. Im Projekt arbeitet auch noch eine andere, die ich ebenfalls vom Arrivalcamp kenne und ebenfalls aus Finnland kommt, sie wird wie ich bis Juli dort bleiben. Diese Hilfe am Anfang kommt mir wirklich gelegen, ich habe bisher noch keine Erfahrung mit geistig und vor allem körperlich Behinderten gemacht und weiß noch nicht, wie ich damit umgehen werde. Was genau ich dort machen werde erfahre ich dann im Januar. Ich bin sehr gespannt!!

Ihr werdet euch wahrscheinlich wundern, dass das jetzt so plötzlich kommt.
Nun ja, so plötzlich ist es eigentlich nicht, es ist keine spontane Entscheidung, sondern gut überlegt, doch bevor nicht alles geklärt war durfte ich nicht darüber sprechen, sonst hätten meine Kollegen etwas mitkriegen können und es wäre vielleicht zu einem schlechten Arbeitsklima gekommen, vor allem wenn ein Wechsel nicht möglich gewesen wäre..
Das Projekt in dem ich jetzt bin, advaith foundation, ist wirklich toll! Und das meine ich ernst.
Die Kinder in den Hostels werden aus den Slums geholt und bekommen hier Essen, Trinken, Kleidung, Schulbildung, Betreuung rund um die Uhr.. Alles umsonst! Finanziert wird das Hostel von den Kindern von außerhalb, die hier zur Schule gehen (Samhita Academy), deren Eltern bezahlen monatlich Geld und 20% des Einkommens circa geht an die Unterstützung der Kinder im Heim. Für die Kinder ist das hier wirklich der beste Ort den man sich vorstellen kann, sie bekommen die Chance in ihrem Leben etwas zu erreichen, ihnen werden Normen und Werte und vor allem Wissen vermittelt, sie bekommen dieselben Chancen wie Kinder aus wohlhabenden Familien. Dieses Projekt ist so modern!
Und das ist das Problem. So sehr ich diesen Ort dafür liebe, dass er so perfekt für die Kinder ist, so ist es eben zu modern für meine Vorstellung. Die Kinder bekommen schon so viel hier, teilweise mehr als Kinder in Heimen in Deutschland. Ich möchte helfen, wo Hilfe auch benötigt wird, wo ein Heim oder eine Schule nicht genug Geld hat um mehr oder auch nur genug Lehrkräfte einzustellen. Das sind die Gründe. Ich will das Gefühl haben, etwas wirkich sinnvolles zu tun!
Klar, das habe ich hier wahrscheinlich auch in gewissem Maße, aber ich habe mir etwas anderes vorgestellt. Außerdem bin ich hier in einem eingemäuerten Gelände, die indische Kultur ist hier nicht so sehr vertreten, eben weil es so weit fortgeschritten ist hier, und ich möchte Indien erleben und nicht irgendetwas.. Es ist schwer zu erklären, aber ich glaube ihr versteht schon was ich meine.
Ich werde die Leute hier sehr vermissen und ich möchte sie auch gerne immer mal wieder besuchen kommen während ich noch in Indien bin, doch ich denke ich habe für mich selbst die richtige Entscheidung getroffen zumindest etwas anderes auszuprobieren.
Ich weiß nicht, wie das neue Projekt sein wird, vielleicht werde ich es bereuen gewechselt zu haben, doch das kann ich erst wissen wenn ich es ausprobiert habe. Und wenn ich hier bleibe werde ich mich weiter darüber ärgern das Gefühl zu haben, nicht das zu erleben, was ich erleben wollte. Also muss ich es versuchen.

Am 25. geht es abends nach Goa, wo ich Weihnachten und Silvester mit den anderen Freiwilligen verbringe, am 1.1 fahre ich mit drei Leuten über Hampi runter nach Mysore wo vom 4.-8. das Midyears-camp stattfindet (dann ist die Hälfte der Zeit beinahe um!!) und dann bleibe ich in Mysore, wo ich mit meiner neuen Arbeit anfangen werde.

Freitag, 6. Dezember 2013

Alltag

Diese Woche hat mich zu einem neuen Menschen gemacht!
Ich bin jeden Morgen (freiwillig!) um 05:40 Uhr aufgestanden, um Montag, Mittwoch und Freitag zu Yoga und, um den Aufsteh-Rhythmus nicht zu verlieren, Dienstag und Donnerstag joggen zu gehen. Oh ja, auch wenn es hart war für mich vor 8 Uhr (oder bevorzugt 11 Uhr) den Wecker zu stellen, so habe ich es doch geschafft! Und wisst ihr was? Es hat sogar gut getan, morgens zumindest. Man hat sich viel frischer gefühlt sobald man die Müdigkeit überwunden hatte. Den Tag über wurde man schon mal etwas müder, aber so viel zu tun habe ich hier auch nicht, es ist also okay.

Für einen kleinen Überblick meines Tagesablaufs:
08:00-08:15 - Therapie für Hyperaktive Kinder
13:15-14:00 - Nursery
14:00-14:30 - Nursery Nachhilfe für ein paar Hänger (nur Di, Do, Fr)
14:30-15:30 - Therapie (findet aber mal statt, mal nicht..)
16:00-17:00 - Hausaufgabenbetreuung
19:00-20:00 - Unterricht für drei Kinder, die auf eine Extra-Schule gehen

Viel Zeit zwischendurch also! Die verbringe ich jetzt redend mit meiner neuen Mitfreiwilligen und Mitbewohnerin Ingrid, wenn wir uns nicht gerade einzelnd unserer Kreativität hingeben. Abends schalten wir seit ein paar Tagen die Lichter aus und zünden Kerzen an, machen uns Tee, hören leise Hintergrundmusik und kuscheln uns jeder unter Decken auf den einander gegenüberstehenden Betten und reden. Ich weiß, das hört sich äußerst romantisch an, aber es ist wirklich eine schöne Stimmung, bald wählen wir dann wahrscheinlich Weihnachtsmusik, es sind ja nur noch ein paar Wochen bis dahin.. Das einzige was dazu noch fehlen würde wäre ein guter Rotwein oder besser noch Glühwein, haben wir gestern festgestellt, doch leider ist Alkohol im Projekt verboten! Aber Tee tut's auch schon. Denn langsam wird es echt kühl morgens und abends, von Tag zu Tag mehr, habe ich das Gefühl.

Morgen muss ich nicht arbeiten, ich gehe auf das Avicii Konzert und darf den Tag frei nehmen! Ich freu mich schon, auch wenn ich seit gestern ein bisschen krank bin und mir gerade nicht danach ist auf ein solches Konzert zu gehen (Electro).. Aber einfach mal Bismalah und feiern morgen, ich freue mich!

Ansonsten: Victor reist nächste Woche für eine Woche durch Indien und ist am 17. wieder auf dem Weg nach Hause, also ist er nur noch ein paar Tage hier im Projekt, am 18. kommt eine neue Freiwillige aus Dänemark für drei Monate und am 20. kommt eine ehemalige Freiwillige zu Besuch für zehn Tage. Wir sind dann also zu viert in der Wohnung! Alleine war sie vielleicht etwas zu groß aber zu viert ist sie eher etwas zu klein! Aber naja, ist ja nicht für lange...

Und schöne Adventstage wünsche ich euch allen! Einigen wollte ich Bilder schicken und ein paar Worte, per Mail, aber das Internet lässt das Versenden von Emails mit Anhang momentan nicht zu, ich habe aber an euch gedacht!