Sonntag, 25. Mai 2014

Reise Teil 3

So, Der nächste Zwischenbericht wird fällig!
Gerade bin ich in Pushkar, aber dazu später. Ich fange mal an, wo ich beim letzten aufgehört habe, also ist erst einmal Delhi an der Reihe. Delhi, Ankuft 13. Mai.
Über Delhi habe ich vorher nichts gutes gehört, es sei voll und dreckig, die Männer-Frauen-Quote liegt bei 7 zu 1, also quasi 7 Männer auf 1 Frau. Heftig!
In der Metro waren auch Tausende Männer, aber das lag mehr daran, dass es vorne zwei Frauenabteile gab, sodass die Frauen nicht inmitten von Männerscharen stehen mussten. Aber selbst wenn, die Männer waren sehr freundlich, das war unsere Erfahrung. Wir fanden Delhi auch nicht dreckig und es schien auch nicht so voll zu sein wie in Bangalore z.B., Delhi war eigentlich sehr schön! Wir waren in einem Hotel in einer Bazar Strasse, wo auch viele andere Touristen waren und auch abends noch gut belebt war, sehr sicher also. An einem Tag waren wir auf einem Kleidermarkt, wo man Markenklamotten für 1€ bekommt und einmal im Hauz khas, einem ziemlich teuren aber doch irgendwie Alternativen Viertel Delhis. Und beim Akshardham Palast, der noch eindrucksvoller war als das Taj Mahal.
Delhi ist eine schöne Großstadt!

Am 16. sind Lorena und ich dann früh morgens weiter nach Uttarakhand, Himalaya, während Lene zurück nach Bangalore geflogen ist zum arbeiten.
Younus besuchen! Wir sind erst nach Haldwani mit dem Zug, 6 Stunden, und dann von dort nochmal 5 Stunden mit dem Bus durch das Gebirge bis wir in Reetha ankamen, dem Ort, an dem Younus uns erwartete und uns eine Gastfamilie für die 4 Nächte besorgt hatte. 15 Minuten musste man einen Bergpfad entlanglaufen bis man zu dem Häuschen der Gastfamilie kam, eine ganz andere Welt. Nicht nur die kleine Familie war da sondern noch Omas, Opas, andere Eltern mit ihren Kindern. es waren viele Konder dirt mit denen Lorena und ich gespielt haben. Es war Super schön und die Familie war wirklich die netteste und herzlichste die ich jemals getroffen habe! Wir teilten uns mit Hema, der Gastmutter, und ihrem Baby ein Bett. Nachts wurde es sogar so kalt, dass man froh war sich unter die dicke Decke kuscheln zu können. Sonst schwitzt man in Indien immer nur, dort fror man nachts manchmal, schönes Gefühl! Tagsüber zeigte Younus uns ein paar Bergdörfer / -städte und an einem Tag waren wir bei einem Wasserfall wo wir schwimmen gehen konnten, einem sehr abgelegenen. Das Wasser war eiskalt, wann wurden das letzte mal meine Lippen blau? Ewig ist es her! Dort war es so.
Die Tage vergingen viel zu schnell, die Familie und die Kinder wuchsen uns ans Herz und schon mussten wir abreisen. Am 20., ab nach Rajasthan.

Rajasthan, der Ort der Turbane, der verschleierten Frauengesichter, der Gesänge und der Kamele.
Wir kamen früh morgens in Jaipur, der pinken Stadt. Leider waren die Gebäude eher sandfarben anstatt pink aber naja.. wir blieben dort einen Tag, aber keine Nacht, wir sahen uns Paläste an und abends ging es weiter nach Jaisalmer, der goldenen Stadt, wo wir eine Kamelsafari machten und die Nacht in der Wüste übernachteten. 22.-23. Das war ein Erlebnis! Wir bekamen "Wüstenessen", also über einem kleinen Feuer zubereitetes Chapati (Brot), Reis und Gemüse, scharf aber lecker! Nach einer Zeit wurde es etwas stürmig, wir legten uns hinter einen großen Busch der uns vor dem vielen Sand zumindest etwas schützte. Trotzdem war am nächsten Tag überall Sand! War aber richtig cool mit dem Sternenhimmel, sowas sieht man nicht alle Tage..
In der nächsten Nacht ging es dann wieder weiter, die vierte Nacht in Folge, in der wir in keinem Hotel geschlafen haben. Zug, Zug, Wüste, Zug. Die Nacht danach im Hotelbett, in Jodhpur (24.-25.), war ein Traum! So gut hatten wir ewig nicht geschlafen. Jodhpur, die blaue Stadt, blaue Gebäude, stimmte sogar größtenteils! Wir gingen auf den Markt, ließen uns die schlechteste Fussmassage aller Zeiten geben und genossen die Ruhe und die Zeit, die wir hatten. Sahen uns das Fort an. Der letzte Tag mit Lorena! Seit gestern bin ich alleine unterwegs für ein paar Tage, gestern fuhr ich nach Pushkar, wo ich gerade in einem schönen Hotelzimmer liege. Ich werde auf dem Markt herumlaufen und mich an den See setzen. Heiß wird es eh, aber meistens merkt man schon gar nicht mehr wenn man schwitzt. Heute Abend geht es aber weiter nach Udaipur, die letzte Stadt in Rajasthan.

Ich melde mich bald wieder!

Montag, 12. Mai 2014

Reise Teil 1

So, kleiner Zwischenbericht.
Also am 1. Mai ging morgens mein Flug auf die Andamanen. Mit winzig kleinen Problemen wie das Nichterhalten meiner Tickets für die Anschlussflüge, dem Verlorengehen meines IPods (wo im Übrigen alle meine E-Tickets gespeichert waren) und dem nicht-in-den-Flughafen-gelassen-werden. Aber sonst war alles reibungslos! 
Nein, ich bin ja jetzt schon etwas erwachsener geworden und am Ende hat alles perfekt funktioniert und meinen IPod habe ich auch wieder, die blöde Frau am Check-In Counter hat ihn erst beim dritten mal fragen auf einmal vor sich auf dem Pult liegen sehen. Naja, ist ja alles gut gegangen!
Die Andamanen waren ein Traum, so wie die bearbeiteten Bilder von Strand und Meer in Urlaubsmagazinen aussehen. Weißer Sandstrand, Palmen, türkisenes Meer und nachts der schönste Sternenhimmel den ich jemals gesehen habe! Und die coolsten fünf Mitreisenden natürlich. Die Woche ging auch viel zu schnell um und schon mussten wir die Andamanen wieder verlassen. Noch schnell eine Pizza und Tiramisu im B3 mussten wir allerdings als Abschiedsessen noch zu uns nehmen, rischtisch jut!
Wir flogen also von Port Blair nach Kolkata. Kolkata habe ich vorher nicht viel Gutes von gehört, ich kann auch verstehen wieso. Also ich persönlich fand es eigentlich echt ganz schön dort, die Stadt ist halt schon recht modern und, keine Ahnung wieso, manchmal haben mich einige Strassen dort an Paris erinnert. Klingt komisch, war es auch. In Kolkata war es mehr das Gefühl, welches man dort hatte, nicht das Aussehen der Stadt selbst, was sie so schön gemacht hat, denn man wurde nicht angestarrt und alles wirkte irgendwie etwas vertraut. Angenehm! Eine Nacht blieben wir in Kolkata (7.-8. Mai), danach ging es weiter nach Varanasi, im Sleeper-Zug. 
Wir kamen dann morgens an, Lene, Lorena und ich, und wir trafen dann Malte in einem Hotel. Wir haben so nette Leute dort kennengelernt, alle waren freundlich und wollten uns helfen, nicht auf aufdringliche Art und Weise, sondern einfach, weil sie uns schöne Dinge zeigen wollten. Auch waren die Verkäufer sehr ehrlich mit den Preisen, wogegen man

Reise Teil 2


an in anderen Städten gut auf ein Drittel des gewollten Preisen herunter handeln kann und somit den wahren Preis bezahlt. Varanasi war ein riesen Kontrast zu Kolkata, Varanasi ist klein, hat sehr viele kleine verwinkelte Straßen (oder eher schmale Wege) und ist nicht wirklich modern. Am 10. sind wir morgens um 4:50 Uhr aufgestanden um um 5:30 Uhr eine Bootstour über den Ganges zu machen. Wir sahen Leichenverbrennungen, ein paar Meter weiter Fluss abwärts wuschen ein paar Inder ihr Kleidung, wiederum ein paar Meter weiter badeten einige oder gingen einfach aus Spaß schwimmen.  Der Ganges wird vielseitig genutzt! Heilig und wichtig für das alltägliche Leben der Bewohner dort.
Am 10. ging es abends dann weiter nach Agra, zum Taj Mahal, und natürlich auch ins Taj Mahal. Von außen ist es so unglaublich schön, weißer Marmor, viele Details. Von innen war es nicht so spektakulär, aber schon unglaublich im Taj Mahal gewesen zu sein. Auch wenn es auch nur ein Gebäude ist, wenn man es von dieser Seite betrachtet. Naja in Agra waren wir nur den Tag über und sind dann weiter, mehr als das Taj Mahal gab es dort nicht zu sehen, wir sind dann also Richtung Kajuraho, der Stadt mit den vielen Kamasutratempeln, und haben die Nacht über einen Zwischenstopp in Jhansi eingelegt, es wurde alles etwas spät. Naja, seit heute Morgen sind wir also in Kajuraho, nach einer sehr anstrengenden Busfahrt bei 40 grad und zu vielen Leuten, die sich in den Bus gequetscht hatten. Hier ist es auch sehr schön, auch wenn wir echt Probleme hatten hier wieder mit Bus oder Zug halbwegs komfortabel wieder weg zu kommen, entweder gab es keine Verbindungen bzw nur sehr wenige oder alles war schon voll. Naja, wir haben jetzt etwas gefunden, morgen früh um 10 Uhr, ubd morgen verlässt Malte uns, sodass Lene, Lorena und ich alleine weiter nach Delhi fahren. 

Die Reise ist bisher wirklich anstrengend, bei einer solchen Hitze, so vielen Eindrücken (da sich von Stadt zu Stadt alles verändert in Indien, nichts ist ähnlich) und einer Menge Schlafmangel. Aber ich genieße es mehr von Indien zu sehen und zu reisen. Ein Monat ist nur echt zu kurz für Indien, wir hetzen von Stadt zu Stadt. Aber ist ja nur ein Monat!

Das ist jetzt nur ein kleiner Bericht für einen groben Überblick für euch, Bilder Laden kann ich nicht während der Reise, ihr müsst euch also gedulden, bis ich wieder in Mysore bin.

Montag, 28. April 2014

Beautiful Gate

Projekt Schule streichen: Check!
Eigentlich war es mehr ein Sommercamp für behinderte Kinder und Kinder aus Waisenheimen, aber die Schule musste auch verschönert werden und das habe ich mir dann zu Herzen genommen. Und ich bin heute fertig geworden! Zum Glück, denn übermorgen beginnt meine große Reise durch Indien. Seit dem 1. April sind wir in diesem Projekt und übermorgen ist mein letzter Tag dort. Nach der Reise werde ich wieder in meiner eigentlichen Schule arbeiten, Sneha kiran.

Hier übrigens meine Reiseroute:
Andamanen - Kalkutta - Varanasi - Agra - Delhi - Himalaya - Jaipur - Jaisalmer - Jodhpur - Pushkar - Udaipur - Mumbai.

Ich kann leider zur Zeit keine Fotos von dem schönen Projekt hochladen, ich habe ein paar Probleme mit dem Computer, vielleicht versuche ich es aber morgen nochmal. Ansonsten müsst ihr halt warten, bis ich zurück bin!
Hier auf jeden Fall die Internetseite meines einmonatigen Zwischenprojekts: http://www.bgssindia.org/

Ich schreibe während meiner Reise immer mal wieder kurze Zwischenberichte!
Bis bald also, vermisst mich nicht zu sehr!

Sonntag, 20. April 2014

"India has not much, but a lot of feeling"

Chennai-Mahabalipuram-Pondicherry-Auroville-Bangalore

5 Städte in 4 Tagen!
Stress? Nein! Es waren richtig entspannte Tage! Donnerstag waren Wahlen in Indien, deswegen hatten wir frei, und Freitag war irgendein nationaler Feiertag, weswegen wir also insgesamt vier Tage frei hatten! Ursprünglich wollten Jan und ich direkt nach Pondicherry und dort vier Tage verbringen, doch da alle Busse und Züge voll waren, entschieden wir uns zuerst nach Chennai (alt: Madras) zu fahren. Ist ja nicht weit von dort nach Pondicherry!
Wir fuhren Mittwoch über Nacht und kamen Donnerstag morgens um 6 Uhr in Chennai an. Nach dem Frühstück kam die große Frage auf: was sollen wir nun tun? Wir googleten ein bisschen und da wir nicht so viel Lust hatten auf Tempelbesichtigungen, entschieden wir uns zunächst einmal für den Krokodilpark außerhalb von Chennai, nahe Mahabalipuram. Mahabalipuram hatte meine amma mir eh empfohlen, wieso sollten wir also nicht einmal eine kleine Tour dorthin machen? Dazu kann ich nur sagen, es war der beste Tipp den sie uns geben konnte! Mahabalipuram ist eine sehr kleine Stadt, aber ziemlich schön. Überall konnte man Steinskulpturen sehen und kaufen, dafür war es anscheinend berühmt. Es gab sehr viele Tempel. Und den Buttter Ball!
Wir mieteten uns zunächst einen Scooter und fuhren zu dem Krokodilpark. Es war ganz nett dort, leider kamen wir nicht rechtzeitig zur Fütterung!


Danach wollten wir etwas Zeit am Strand verbringen, wir fuhren also willkürlich irgendwann von der Hauptstraße herunter und in eine der vielen kleinen Straßen richtung Strand. Wir waren in einem kleinen Dorf gelandet und als wir den Scooter parkten, sahen uns ein paar Fischermänner interessiert dabei zu und folgten uns mit ihren Blicken zum Strand (es war KEIN Badestrand, ich hatte nur die Füße im Wasser und hielt den Rest schön bedeckt). Nach kurzer Zeit kamen die ersten an und beäugten uns zunächst. Wir lächelten und wackelten leicht mit unseren Köpfen, worauf sie uns anstrahlten und das Kopfwackeln erwiederten. Und anstatt die typischen (und miittlerweile echt nervigen) Fragen über Familienstammbaum und Essen zu stellen, wollten sie nachdem wir unsere Herkunft preisgegeben hatten wissen, ob wir mit auf ihr Boot wollten. Bootsrennen, für 'nur' 1000 Rs.( = ca. 12 Euro)! Wir lehnten dankend ab und sie luden uns stattdessen ein ihnen beim Sortieren des Fischfangs zuzusehen. Leute vom Dorf hier sind so herzlich und freundlich, ganz einfache Menschen die glücklich mit dem sind, was ihnen von Gott gegeben wurde! Um es einmal indisch auszudrücken.
Wir fuhren nach einer Weile zurück und lernten einen Händler kennen, der ebenfalls Skulpturen verkaufte. Wir unterhielten uns lange mit ihm, tranken in seinem Laden mit ihm Chai (Tee) und dann lud er uns ein, am Abend in sein Haus zu kommen. Sein Zuhause bestand aus einem vielleicht 4x4 großem Zimmer, indem die Farbe an den Wänden abgeblättert war. Ein paar Bilder waren aufgehangen von verschieden Göttern zu denen er jeden Tag mehrmals betete und ein paar Bilder von verstorbenen Verwandten, für die er täglich betete. Abgesehen von einer dünnen Matratze auf dem Boden, einem Spülbecken mit ein paar Töpfen und Tellern darin und einer kleinen Bank mit Klamotten darauf war der Raum leer. Es gefiel mir, das sah auch unser Gastgeber.

"India has not much, but a lot of feeling. Germany has much, but not much feeling."

- Und damit hat er so recht!
"Herabkunft der Ganga"
 Die „Herabkunft der Ganga“ ist ein im 7. Jahrhundert entstandenes Flachrelief. Mit 12 Metern Höhe und 33 Metern Breite ist es eines der größten (vielleicht das größte) der Welt. Das Relief wird meist als Darstellung der Herabkunft der Göttin Ganga (den personifizierten Fluss Ganges) gedeutet. Nach der hinduistischen Mythologie ließ der König Bhagiratha den Ganges vom Himmel fließen, um die Seelen seiner Vorfahren zu reinigen. Aber die Dinge geschahen nicht wie geplant und der König bemerkte, dass der Fluss die ganze Erde überschwemmen würde. Daher tat er Buße mit dem Ziel, Hilfe von Shiva zu erhalten, um die zu erwartende Katastrophe abzuwenden. So stieg der Gott zur Erde hinab und bezwang den Ganges, indem er ihn durch sein Haar fließen ließ. Dieses Wunder lockte eine Menge Wesen an, die kamen, um es zu beobachten.
Der Spalt zwischen den beiden Felsen ist der berühmteste Teil des Flachreliefs; hier findet sich die Abbildung Shivas. (Wikipedia)

Butterball

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Pondicherry und fanden eine richtig schöne Hütte direkt in der Nähe des Strandes. Erst einmal gingen wir Pizza essen, bei "Italian Pizzeria". Naja, wir wurden dann von ein paar Indern empfangen, als einzige Gäste. Als wir Pizza bestellten, fing eine Frau an Holz zu hacken - Feuerholz für den Steinofen. So frisch habe ich Pizza noch nie bekommen! King in the Castle!
Danach besuchten wir eine andere Freiwillige in ihrem Projekt nähe Auroville, einem Wald direkt bei Pondicherry. Ich war (oder besser gesagt ich bin) so begeistert von diesem Projekt! Es dauert ewig das zu beschreiben, ohne Worte, wen es interessiert kann es sich hier mal ansehen: www.sadhanaforest.org
Unsere Hütte in Pondicherry

Auf Stelzen und fast Mückenfrei !

Man merkte aber schon den Einfluss der Franzosen auf Pondicherry. Es gab viele kleine Cafés und Restaurants, in denen es teilweise sogar Croissants gab, es gab richtig guten Kaffee, die Straßen waren ordentlicher angebaut als in den Städten, die ich bisher hier in Indien gesehen habe und diese hatten auch alle (?) französische Namen... Okay, das hört sich jetzt nicht so französisch an was ich gerade aufgeschrieben habe, aber es hat einem so ein Gefühl gegeben, es hatte einen gewissen Flair den man schwer nur beschreiben kann. Französisch halt! Muss man wahrscheinlich selbst mal gesehen haben. Das war schon ganz interessant, und lecker, aber ich hatte mir Pondicherry noch ein kleines bisschen schöner vorgestellt. Es war schön, keine Frage, aber nachdem es immer so hoch gelobt wurde von allen die davon erzählten, war es vor allem bei der Anknft etwas enttäuschend. Nach und nach wurde es jedoch immer schöner, wir liefen stundenlang durch die Straßen bei dieser Hitze, in der man beim Stehen schon anfängt zu schwitzen als stünde man gerade in einer Sauna. Wieso also nicht noch ein bisschen herum laufen? Ist doch eh schon alles nass!
siehe den Straßennamen!
Samstag Abend mussten wir dann schon wieder den Bus nehmen, denn da keiner direkt nach Mysore ging, wären wir Montag nicht pünktlich zur Arbeit gekommen wären wir Sonntag Abend erst gefahren. Schade! Aber so konnten wir Sonntag früh um halb acht die ganze Bangalore Party-Truppe aus dem Schlaf klopfen und uns noch mit zu ihnen auf das Bett legen. Schönes Wochenende!

Und in zehn Tagen geht die große Reise auch endlich los!

Montag, 7. April 2014

The Ring

Goa - Palolem.
Ich wollte vorletztes Wochenende nochmal nach Goa, denn wir hatten drei Tage um das Wochenende herum frei. Warum also nicht an den Strand, für fünf Tage?
Ich wollte außerdem Malte und Lina nochmal sehen, bevor beide für einen Monat verreisen und danach ich selbst meinen Reisemonat antrete. Zudem waren noch Freunde von den beiden gekommen, die ich auch kennenlernen bzw. wiedersehen wollte. Wann trifft man sich denn schon mal in Indien?! Leider konnten die vier erst Sonntags kommen, da sie vorher noch nach Hampi wollten, ich bin also schon mal alleine vor gefahren. Nur leider gab es keinen Platz mehr in einem Direktbus nach Goa, deshalb bin ich erst einmal nach Gokarna (nord-westlich von Karnataka) und von dort musste ich noch vier verschiedene Busse nehmen bis ich endlich nach stundenlanger Fahrt in Palolem ankam. Aber ich hatte es geschafft! Meine erste Reise alleine!
Die ersten zwei Tage war ich also alleine, die letzten beiden mit den anderen. Es war richtig schön! Und wir haben wieder scooter gemietet, ich liebe scooter fahren! Die Tage vergingen viel zu schnell, kam vorstellbar nach vier Tagen Traumstrand wieder arbeiten zu müssen! Aber ich will mich ja nicht beschweren... Während die anderen also noch länger bleiben konnten, musste ich Montag Abend schon wieder zurück nach Mysore. Malte hatte mich zu der Bushaltestelle gebracht, wo mein Reisenbus kommen sollte, und hat eine Stunde mit mir gewartet. Der Bus kam zu spät. Um acht musste er nur wieder zurück, weil wir den Scooter nur bis um diese Uhrzeit mieten konnten. Ich wartete alleine.
Zum Glück lernte ich in dieser Zeit einen Inder kennen, der für mich im Reisebüro anrief und heraufand, dass mein Bus storniert worden war und ein Ersatzbus unterwegs war. Auch er wartete auf seinen Bus und kurze Zeit später erfuhr er, dass seiner ebenfalls storniert worden war. Wir warteten also auf den selben Ersatzbus. Wiederum eine Stunde später rief er wieder im Büro an und,wer hätte das gedacht, der Ersatzbus war gestrichen worden! Wir warteten also auf den zweiten Ersatzbus, der auch zum Glück bald kam. Alleine wäre ich wahrscheinlich verzweifelt!

Letztes Wochenende.
Ich fahre nach Bangalore, es ist wieder einmal Zeit feiern zu gehen!
Ich steige in den Zug, Musik ein, Kopf aus. Ich sitze nicht auf einer der Bänke, ich setze mich an die offene Türe, einen Fuß drinnen, einen draußen auf die Stufe gestellt. Ich bn in Gedanken, umgeben von der Musik, die aus meinen Kopfhörern dringt. Es ist wie Filmmusik, sie unterstreicht die Eindrücke meiner Umgebung. Die Landschaft zieht an mir vorüber, wenn man so an der Tür sitzt, hat man das Gefühl, man ist mittendrin. Die Kühe laufen auf den Straßen, fressen von den großen Müllhaufen die überall herumliegen, Ochse ziehen Karren mit Männern in Lungis darauf. Dann Landschaft, Feldarbeiter, Flüsse. Der Fahrtwind ist angenehm.
Wir fahren über eine Brücke, der Boden verschwindet unter mir. Ich sitze nur Zentimeter von dem Abgrund entfernt. Ich Blicke herab zu dem zehn Meter unter mir her strömenden Fluss. Ich fliege!
Nach drei Stunden komme ich an, ich laufe von der Bahnstation zu den Bussen, ein fünf-Minuten-Weg. 'You want rikshah?' - No. 'Rikshah, madam?' - No. 'Here, rikshah, good price!' - No.
Ich drücke mich an den aufdringlichen Fahrern vorbei und gehe mit starr nach vorne gerichteten Blick zum Bus, ich will nicht noch zehn Mal gefragt werden.
Ich treffe die anderen im Café Matteo, viele sind gerade auf Reisen, wir sind erst zu zweit, m unsere eigene gemeinsame Reise zu planen. Später treffen wir die anderen. Erst gehen wir zum Barbecue, auf das wir eingeladen sind. Es ist schön! Ich treffe zufällig die Gruppe, die bei mir im Bus von Goa nach Bangalore war, letzte Woche. Zuerst erkenne ich das Mädchen, welches neben mir im Bus war. Wie klein die Welt doch ist! Und es waren noch nicht mal viele Leute eingeladen zum Grillen. Wir fahren mit Autos zur Party. Ich allerdings sitze hinten auf einem Motorrad. Rechts, links, rrechts zwischen den Autoss durch, jede kleine Lücke wird gesehen und genutzt. Die Geschwindigkeit lässt meinen Adrenalinspiegel steigen. Nur Zentimeter trennen uns von heiklen Situationen.
Electro und Dubstep, wir tanzen und trinken. Ich verliere einen meiner Ringe. Wo ist mein Ring? Ich gehe ihn suchen. Vergeblich. Wir fahren zur After-Party in einen anderen Club. Auf dem Weg nach unten, zu den Autos, bleibt der Aufzug stecken. Wir werden vom Sicherheitspersonal evekuiert, einer nach dem anderen klettert aus dem überfüllten Aufzug. Meine Schuhe gehen kaputt, meine letzten, ich gehe barfuß. Wo ist mein Ring!?? Wir quetschen uns in die Autos. Der Club heißt Glassy, ich trete in eine Scherbe, und ziehe sie wieder raus. Die After-Party ist richtig gut! Nach Stunden werden wir nach Hause gebracht, in unser Hotel. Es wird hell. Zu viert kuscheln wir uns in das Doppelbett. Es ist 06:30 Uhr. Mein Ring ist weg!

Montag, 24. März 2014

Hampi reloaded

Und wieder habe ich ein erfolgreiches Reise-Wochenende hinter mich gebracht!
Dieses mal waren wir nur zu zweit, Sophie und ich, in Hampi. Mein zweites Mal.

Es war echt schön, aber auch zum umfallen heiß! Wir waren auf der anderen Seite vom Fluss und haben ein Hotel gefunden mit dem allerschönsten Ausblick auf den See und die Ruinen auf der anderen Seite, wenn man in dem ziemlich gemütlich-leckeren Restaurant gesessen hat.
Am Samstag kamen wir früh an und haben einen Scooter gemietet um eine kleine Tempel-Rundfahrt zu machen. Wir haben dann einen günstiger Scooter Verleih gefunden, und wer hätte das gedacht? Wir mussten schieben, als es etwas Bergauf ging. Und Leute, bei der Hitze da und in der vollen Sonne einen Roller den Berg hoch zu schieben macht wirklich keinen Spaß! In der Sonne waren es circa 45 Grad, gefühlte 200! Irgendwie war es aber doch ganz witzig, wir hatten unseren Spaß, und wir waren sogar echt traurig als wir ihn wieder abgeben mussten. Dann waren wir noch Elefanten streicheln und lagen abends nach dem Abendessen noch lange Zeit in der Hängematte vor den Zimmern.

Sonntag wollten wir eigentlich früh raus, leider haben wir etwas verschlafen, weswegen wir unser Frühstück einfach etwas ausdehnten bis 11 Uhr, was ziemlich dumm war, so gesehen. Von 11-16 Uhr war es wirklich fast unerträglich heiß! Aber weil wir ja hart im nehmen sind, haben wir uns munter in der Mittagssonne auf den Weg zu den Wasserfällen gemacht, allerdings in einer Rikshah. Nunja, "Wasserfälle".. Wir mussten am Ende noch ein Stück laufen, um zu dem ach so großen Wasserfall zu kommen und obwohl die Inder uns noch warnten, der Weg sei schwierig zu finden, lehnten wir Hilfe ab. Ab ins Abenteuer! Nach drei Minuten hatten wir uns verlaufen und waren froh, dass der Guide uns doch noch gefolgt war. Der Weg war echt schwer zu finden. Nach 20 Minuten waren wir dort. Es gab jedoch keinen richtigen Wasserfall, es war etwas enttäuschend, auch wenn es schon ganz schön war!
Wir hatten uns den Weg super gut eingeprägt, also schickten wir den Guide wieder zurück und behaupteten, wir würden es schon schaffen. Naach einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg und drei Mal dürft ihr raten... Richtig!! Wir verliefen uns.
Aber nicht so schlimm, wir fragten einen anderen Guide der uns den guten Tipp gab: "einfach immer geradeaus laufen."
Okay, das taten wir. Durch Flüsse, Matsch und Gebüsche liefen wir zurück und fanden tatsächlich den richtigen Weg. Mensch, ist mein Orientierungssinn in Indien gut geworden! Wir hatten allerdings die Hitze unterschätzt, wir mussten von Stein zu Stein springen und durch Sand laufen bevor wir den Bananenbaum-Wald erreichten, es gab keinen Schatten bis dorthin und unser Wasser war schon lange leer. Trotzdem schafften wir es und eigentlich war es wirklich ein schöner Ausflug!
Abends mussten wir wieder zurück.